Saisonstart mit vielen Fragezeichen

Schachmiezen starten in ihre 28. Bundesligasaison

Ein kleines Jubiläum feiert die Frauen-Bundesliga, geht diese doch an diesem Wochenen-de in ihre 30. Saison. Allerdings gab es noch nie so viele Unklarheiten vor dem Start. Der-zeit laufen noch zwei Proteste von Bad Königshofen und KissChess gegen der Auslosung. Beide wehren sich gegen ihre Reisepartner - Bad Königshofen möchte nicht mit Schwä-bisch Hall, KissChess nicht mit uns. Hintergrund sind erhebliche Mehrkosten als bei einem Pärchen Bad Königshofen/Kisschess. Bis zum Bundesligastart wird es offensichtlich keine Entscheidung geben. Völlig unklar bleibt, was im Falle eines Erfolgs der Proteste passiert.

Weitere Proteste sind angekündigt, da in den unterschiedlichen Austragungsorten unter-schiedliche länderspezifische Regelungen bei Sportveranstaltungen gelten. Somit können Spielerinnen in einem Bundesland spielen, in einem anderen aber nicht. Das kann schon mal den Mannschaftskampf kosten. Ein Spielverlegungsantrag von KissChess wurde ab-gewiesen, worauf nicht mit einem Antritt des Aufsteigers in Deizisau zu rechnen ist. Ge-gen die Entscheidung erwägt der Verein gerichtliche Schritte.

Wir konzentrieren uns aber voll auf unsere Kämpfe, wartet am Samstag gleich ein Meis-terschaftsfavorit. Da wir in der vergangenen Saison Baden-Baden ein 3:3 abknöpften, die-sen damit die Meisterschaft verdarben, können wir uns auf einiges gefasst machen. Am Sonntag wird es gegen den Gastgeber Schachfreunde Deizisau nicht viel einfacher. Im letzten Jahr setzte es eine 2:4-Niederlage.

Damit dies gelingt, verstärkten wir uns für die neue Saison mit der polnischen U18-Europameisterin (2019) Alicja Sliwicka.

Auf ein größeres Jubiläum freuen sich die Schachmiezen schon jetzt: Am 19. März 2022 bestreiten wir in Bad Königshofen unser 300. Bundesligaspiel - Gegner ist dann Schwä-bisch Hall. Unser 1.000. Brettpunkt ist auch nicht mehr so weit, derzeit sind es 955,5.

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