Spielberichte 2021/22

Erste Doppelrunde 27./28.11.21 in Deizisau

Schachmiezen misslang Bundesligastart

Für die Vogtländerinnen ging es zum Saisonstart in Deizisau zunächst darum, diesen irgendwie zu überstehen und wenn möglich, zumindest einen Punkt gegen Deizisau zu ergattern. Das Erste gelang, das Zweite nicht.

Die Rodewischerinnen waren nach den Turbulenzen vor dem Bundesligastart zunächst froh, am Samstag um 14 Uhr überhaupt zu sechst an den Brettern zu sitzen. Bis zur letzten Minute war unklar, ob die Runde überhaupt stattfindet. Aufsteiger KissChess aus Bad Kissingen beantragte die Verlegung der Runde. Der Antrag wurde abgelehnt, worauf juristische Schritte vorprogrammiert sind. Erwartungsgemäß reiste der Aufsteiger dann auch nicht an.

Am Start waren übrigens vier der fünf deutschen Nationalspierinnen, die vor einer Woche Platz 5 bei der Mannschaftseuropameisterschaft in Slowenien erkämpften - Elisabeth Pähtz und Josefine Heinemann (OSG Baden-Baden), Hanna Marie Kleck SF Deizisau) und Schachmieze Melanie Lubbe.

Am Samstag wartete auf die Rodewischerinnen mit dem Rekordmeister OSG Baden-Baden ein Meisterschaftsmitfavorit. Dieser musste den aktuellen Reisebeschränkungen geschuldet zwar auch Abstriche beim Aufgebot machen, aber aufgrund seines starken Kaders konnte dieser dies natürlich viel einfacher kompensieren. Die Vogtländerinnen erhofften sich dennoch den einen oder anderen Punkt im Unterhaus, aber die Hoffnung starb schnell. Bei ihrem Bundesligadebüt stand Alicja Sliwicka am Spitzenbrett gegen die deutsche Nummer 1 Elisabeth Pähtz auf verlorenem Posten. Auch Zuzana Hagarova (Brett 3 gegen Heinemann) und Natalie Kanakova am Brett 6 fanden nie in die Partie und verloren. Melanie Lubbe stand am Brett 2 schlechter. Damit war der Kampf schon gelaufen. Bessere Stellungen verzeichneten Julia Movsesian (Brett 4) und Magdalena Miturova (Brett 5). Aber nur letztere veredelte den Vorteil zum vollen Punkt, während Julia Movsesian verlor. Melanie Lubbe konnte noch ein Remis erkämpfen, so dass die Niederlage mir 1,5:4,5 im Rahmen blieb.

Am Sonntag wollten die Rodewischerinnen gegen den Gastgeber punkten, aber daraus wurde leider auch nichts. Obwohl im leichten Elo-Plus, sollte einfach an diesem Wochenende nichts gelingen.

Zunächst verdarb Julia Movsesian eine bessere Stellung einzügig zum Verlust. Außer Magdalena Miturova, die sehr gut stand, mussten alle anderen um Ausgleich ringen. Als Alicja Sliwicka einen vergifteten Bauern „fraß“, war es schnell um sie geschehen. Das gleiche Schicksal widerfuhr Zuzana Hagarova. Mit dem Schlimmsten musste man rechnen, als dann auch noch Magdalena Miturova in der Zeitnot eine Gewinnstellung wegwarf. Melanie Lubbe stand in einer munteren Partie auf Verlust. Aber ihre Gegnerin ließ ein Schlupfloch zum Remis, welches Melanie Lubbe zum Dauerschach nutzte. Auch Natalie Kanakovas Gegnerin fand den Gewinnweg nicht, so dass die Rodewischerin ebenfalls noch zum Remis kam. Das 1:5 tat schon sehr weh!

Leider bestätigte sich, dass Deizisau kein gutes Pflaster für die Schachmiezen ist. Aus den dortigen sechs Spielen konnten sie bisher keinen Punkt ergattern. Die Vogtländerinnen verloren erstmals seit 2008/09 (!) wieder beide Auftaktspiele. Allerdings ist dies bei der starken Gegnerschaft zu verkraften.

Hellwach müssen die Schachmiezen dann aber am 19./20. Februar 2022 sein, wenn sie den SV Weißblau Allianz Leipzig und den Aufsteiger SG 1871 Löberitz in Rodewisch empfangen. Bis dahin heißt es Wunden lecken …