Spielberichte 2021/22

Zentrale Endrunde 25.-29.05. in Lehrte

Am Ende wieder( nur) Platz 5

Die zentrale Endrunde ist Geschichte, ebenso die 30. Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Der SK Lehrte organisierte diese hervorragend, dafür gilt unser Dank!
Unsere 28. Bundesligasaison nahm in Lehrte durch die Patzer von Bad Königshofen und Deizisau plötzlich wieder Fahrt auf, schließlich hatten wir fünf Punkte Rückstand auf einen Medaillenrang. Es war praktisch unmöglich, die beiden Mannschaften noch zu überholen. Die Wahrscheinlichkeit ging somit gegen null, aber man kann es ja mal probieren …
Und es hätte fast geklappt – siehe Pressebericht. So aber bleibt ein ausgezeichneter Platz 5 in einer wiedererstarkenden Bundesliga.

Dritte (eigentlich vierte) Doppelrunde 09./10.04. in Rodewisch

Nach Kantersieg auf Platz 3 der Frauen-Bundesliga

Nach dem kampflosen 6:0 gegen den nicht angetretenen Hamburger SV hielten sich die Rodewischer Schachmiezen auch im Sonntagsspiel gegen TuRa Harksheide "schadlos" und schickten die Gäste, die nur mit 4 Spielerinnen angereist waren,  mit der "Höchststrafe" von 6:0 nach Hause. Der Lohn: In der Frauen-Bundesligatabelle liegen die Miezen jetzt auf dem dritten Platz und können ganz entspannt den restlichen Kämpfen im Mai (zentrale Endrunde in Lehrte) entgegensehen!

Zweite (eigentlich dritte) Doppelrunde 19./20.02.22 in Bad Königshofen

Der Favoritenschreck schlägt wieder zu

Nach dem grenzwertigen Saisonauftakt konnten wir im Februar keine Punkte holen, die Doppelrunde wurde abgesagt. So wollte es die Auslosung, dass wir in den ersten vier Runden gegen die Top 4 spielen müssen. Hohe Niederlagen und ein 0:8-Start konnten nicht ausgeschlossen werden, aber es kam mal wieder ganz anders … Wir wurden wieder unserer Rolle als Favoritenschreck gerecht. Es erwischte einmal mehr unsere FreundInnen aus Bad Königshofen, die uns nun offiziell zu ihrem Angstgegner kürten.
Zum Spiel gegen Bad Königshofen noch eine Randnotiz: Geschichte wiederholt sich bekanntlich. Im Kampf beider Mannschaften in der Vorsaison, auch in Bad Königshofen, gleicher Saal, stand es ebenfalls 3:2 für uns und Melanie musste für den Mannschaftssieg eine schlechtere Stellung remis halten. Das misslang und Bad Königshofen rettete sich ins 3:3. Diesmal klappte es!
Auch gegen Hall lieferten wir eine starke Mannschaftsleistung ab. 2 Punkte aus den drei Weißpartien sind sehr gut, mit Schwarz gingen wir leider leer aus. Da waren die Gegner einfach zu stark. Ein ELO-Unterschied von 214 ist etwa gleichzusetzen mit einem Auswärtsspiel des VfB Auerbach bei Bayern München.
Nun haben wir die stärksten vier Mannschaften hinter uns – wie geht es weiter? Was macht unser Reisepartner KissChess? KissChess trat erneut nicht an und ist erster Absteiger. Aber es soll noch Proteste geben. Die Runde am 9./10. April 2022 war in Bad Kissingen angesetzt. Da KissChess aus dem Rennen ist, sollten wir das Austragungsrecht erhalten. Eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor. Wir hoffen natürlich, dass die Runde bei uns stattfindet. Die Endrunde mit 5 Spielen findet vom 25. bis 29. Mai 2022 in Lehrte statt. Für uns wären es nur vier Spiele, da der Kampf gegen Kisschess ausfiele.

Erste Doppelrunde 27./28.11.21 in Deizisau

Schachmiezen misslang Bundesligastart

Für die Vogtländerinnen ging es zum Saisonstart in Deizisau zunächst darum, diesen irgendwie zu überstehen und wenn möglich, zumindest einen Punkt gegen Deizisau zu ergattern. Das Erste gelang, das Zweite nicht.

Die Rodewischerinnen waren nach den Turbulenzen vor dem Bundesligastart zunächst froh, am Samstag um 14 Uhr überhaupt zu sechst an den Brettern zu sitzen. Bis zur letzten Minute war unklar, ob die Runde überhaupt stattfindet. Aufsteiger KissChess aus Bad Kissingen beantragte die Verlegung der Runde. Der Antrag wurde abgelehnt, worauf juristische Schritte vorprogrammiert sind. Erwartungsgemäß reiste der Aufsteiger dann auch nicht an.

Am Start waren übrigens vier der fünf deutschen Nationalspierinnen, die vor einer Woche Platz 5 bei der Mannschaftseuropameisterschaft in Slowenien erkämpften - Elisabeth Pähtz und Josefine Heinemann (OSG Baden-Baden), Hanna Marie Kleck SF Deizisau) und Schachmieze Melanie Lubbe.

Am Samstag wartete auf die Rodewischerinnen mit dem Rekordmeister OSG Baden-Baden ein Meisterschaftsmitfavorit. Dieser musste den aktuellen Reisebeschränkungen geschuldet zwar auch Abstriche beim Aufgebot machen, aber aufgrund seines starken Kaders konnte dieser dies natürlich viel einfacher kompensieren. Die Vogtländerinnen erhofften sich dennoch den einen oder anderen Punkt im Unterhaus, aber die Hoffnung starb schnell. Bei ihrem Bundesligadebüt stand Alicja Sliwicka am Spitzenbrett gegen die deutsche Nummer 1 Elisabeth Pähtz auf verlorenem Posten. Auch Zuzana Hagarova (Brett 3 gegen Heinemann) und Natalie Kanakova am Brett 6 fanden nie in die Partie und verloren. Melanie Lubbe stand am Brett 2 schlechter. Damit war der Kampf schon gelaufen. Bessere Stellungen verzeichneten Julia Movsesian (Brett 4) und Magdalena Miturova (Brett 5). Aber nur letztere veredelte den Vorteil zum vollen Punkt, während Julia Movsesian verlor. Melanie Lubbe konnte noch ein Remis erkämpfen, so dass die Niederlage mir 1,5:4,5 im Rahmen blieb.

Am Sonntag wollten die Rodewischerinnen gegen den Gastgeber punkten, aber daraus wurde leider auch nichts. Obwohl im leichten Elo-Plus, sollte einfach an diesem Wochenende nichts gelingen.

Zunächst verdarb Julia Movsesian eine bessere Stellung einzügig zum Verlust. Außer Magdalena Miturova, die sehr gut stand, mussten alle anderen um Ausgleich ringen. Als Alicja Sliwicka einen vergifteten Bauern „fraß“, war es schnell um sie geschehen. Das gleiche Schicksal widerfuhr Zuzana Hagarova. Mit dem Schlimmsten musste man rechnen, als dann auch noch Magdalena Miturova in der Zeitnot eine Gewinnstellung wegwarf. Melanie Lubbe stand in einer munteren Partie auf Verlust. Aber ihre Gegnerin ließ ein Schlupfloch zum Remis, welches Melanie Lubbe zum Dauerschach nutzte. Auch Natalie Kanakovas Gegnerin fand den Gewinnweg nicht, so dass die Rodewischerin ebenfalls noch zum Remis kam. Das 1:5 tat schon sehr weh!

Leider bestätigte sich, dass Deizisau kein gutes Pflaster für die Schachmiezen ist. Aus den dortigen sechs Spielen konnten sie bisher keinen Punkt ergattern. Die Vogtländerinnen verloren erstmals seit 2008/09 (!) wieder beide Auftaktspiele. Allerdings ist dies bei der starken Gegnerschaft zu verkraften.

Hellwach müssen die Schachmiezen dann aber am 19./20. Februar 2022 sein, wenn sie den SV Weißblau Allianz Leipzig und den Aufsteiger SG 1871 Löberitz in Rodewisch empfangen. Bis dahin heißt es Wunden lecken …